Wissen / Schnittstellen

ERP anbinden.
Das eigentliche Projekt.

Schnittstellen

Wer welches Feld führt, in welchem Takt synchronisiert wird und was passiert, wenn die Verbindung ausfällt.

Datenaustausch zwischen Shop und ERP über eine Schnittstelle

Ein Shop ohne Anbindung ist eine zweite Datenhaltung: Jeder Artikel wird zweimal gepflegt, jeder Bestand zweimal gezählt. Das funktioniert — bis zum ersten Sortimentswechsel.

Die kurze Antwort

Vier Festlegungen entscheiden über den Alltag: Wer führt welches Feld, in welche Richtung und in welchem Takt wird synchronisiert, was passiert im Fehlerfall, und wer pflegt die Schnittstelle im Betrieb. Wird das vor der Umsetzung geklärt, ist der Rest Handwerk.

Worauf es wirklich ankommt

Für jedes Feld muss festgelegt sein, welches System führt: Artikelstamm aus dem ERP, Beschreibungen und Bilder aus dem Shop, Bestände aus dem Lager, Kunden aus dem CRM. Eine Zuordnung pro Feld, nicht pro System. Ohne diese Festlegung überschreiben sich zwei Systeme gegenseitig, und hinterher lässt sich nicht sagen, welcher Wert der richtige war.

Nicht alles muss in Echtzeit laufen. Bestände zeitnah, sonst drohen Überverkäufe. Preise einmal täglich reicht meist. Bestellungen sofort, sonst wartet der Versand. Kunden bidirektional, mit klarer Regel, wer eine Adressänderung gewinnt. Diese Matrix gehört vor die Umsetzung.

  • Artikelnummern: ein eindeutiger Schlüssel in beiden Systemen — der klassische Projektstopper.
  • Einheiten und Staffelungen: Verkaufs-, Verpackungseinheit und Mindestabnahme sauber abbilden.
  • Steuern und Lieferländer: dieselbe Logik auf beiden Seiten.
  • Teilbestände: mehrere Lager, reservierte Mengen, Ware in Zulauf — was zeigt der Shop?
  • Protokoll: jeder Vorgang muss wiederfindbar sein, sonst wird jede Störung zur Suche.

Aus unserer Praxis

Projektbeispiel[PROJEKTBEISPIEL ERGÄNZEN — Ausgangslage, Entscheidung, Ergebnis. Nur ein echtes Projekt, keine Konstruktion.]

Häufige Fragen zum Thema

◉ Fragen zum Beitrag
Wie oft sollten Bestände synchronisiert werden?
So oft, dass Überverkäufe ausgeschlossen sind. Bei knappen Beständen und mehreren Kanälen heißt das nahezu in Echtzeit, ergänzt um einen Sicherheitsbestand.
Fertige Schnittstelle oder Eigenentwicklung?
Wenn es eine gewartete Standardanbindung für Ihr ERP gibt, ist sie fast immer die günstigere Wahl — nicht wegen der Einführung, sondern wegen der Updates.
Was passiert bei einem Ausfall?
Vorgänge gehören in eine Warteschlange und werden nachgeholt. Zusätzlich braucht es eine Benachrichtigung, damit der Ausfall nicht erst beim Kundenanruf auffällt.

Fazit

Erst Artikel und Bestände in einer Richtung, dann Bestellungen zurück, dann Kunden. Jeder Schritt mit echten Daten geprüft, bevor der nächste beginnt. Das dauert länger als der Big Bang und ist der einzige Weg, bei dem sich ein Fehler noch zuordnen lässt.

Frage zu Ihrem Projekt?

Wir schauen uns Ihre Ausgangslage an und sagen ehrlich, welcher Weg passt.