Wissen / Migration

Relaunch ohne
Sichtbarkeitsverlust.

Migration & Relaunch

Beim Relaunch entscheidet nicht das Design, sondern was mit URLs, Daten und Rankings passiert.

301-Weiterleitungen führen alte Shop-Adressen auf die neuen Seiten

Der häufigste Schaden bei einem Relaunch entsteht nicht am Design, sondern in der Woche nach dem Umschalten: Sichtbarkeit weg, Bestellungen unten, niemand weiß, warum.

Die kurze Antwort

Es ist fast immer dieselbe Ursache — die alten Adressen führen ins Leere. Wer vor dem Umschalten eine vollständige URL-Liste mit Zielen erstellt, 301-Weiterleitungen einzeln prüft und die Ausgangswerte notiert, vermeidet den größten Teil des Risikos.

Worauf es wirklich ankommt

Jede Produkt- und Kategorieseite, die heute rankt, hat eine Adresse, auf die Suchmaschinen und externe Links zeigen. Ändert sich diese Adresse ohne Weiterleitung, ist die Seite für Google neu — und beginnt bei null. Weiterleitungen werden mit Status 301 gesetzt, nicht mit 302, und stichprobenartig geprüft.

Ohne Ausgangswerte lässt sich hinterher nicht sagen, ob es besser geworden ist. Notieren Sie vor dem Umschalten Sitzungen, Bestellungen, Conversion-Rate, Ladezeiten der wichtigsten Seitentypen und die zwanzig Suchbegriffe mit dem meisten Umsatz. Eine Stunde Arbeit, und der Unterschied zwischen Diagnose und Vermutung.

  • URL-Liste mit Ziel je Adresse — vollständig, nicht stichprobenartig.
  • Kundenkonten und Bestellhistorie: Wer sich nicht mehr anmelden kann, ruft den Support an.
  • Indexierung freigeben: häufigster Fehler ist das vergessene „noindex" aus der Testumgebung.
  • Tracking und Consent prüfen — vier Wochen ohne Daten sind kaum aufzuholen.
  • Testbestellung mit echter Zahlung, Rechnung, Versandlabel und Retoure.

Aus unserer Praxis

Projektbeispiel[PROJEKTBEISPIEL ERGÄNZEN — Ausgangslage, Entscheidung, Ergebnis. Nur ein echtes Projekt, keine Konstruktion.]

Häufige Fragen zum Thema

◉ Fragen zum Beitrag
Wie lange dauert die Erholung nach einem Relaunch?
Bei sauberen Weiterleitungen sind kurzfristige Schwankungen normal und nach wenigen Wochen ausgeglichen. Ein anhaltender Rückgang ist ein Befund, kein Naturgesetz.
Sollen URLs überhaupt geändert werden?
Nur mit Grund. Eine schönere Struktur ist kein Grund, eine falsche Sprache oder eine kaputte Hierarchie schon — dann aber mit vollständiger Weiterleitungsliste.
Kann man die alte Seite sofort abschalten?
Besser nicht. Als Nachschlagewerk für Inhalte und Einstellungen ist sie in den ersten Wochen mehr wert als der freie Speicherplatz.

Fazit

Messen, Adressen sichern, Daten entscheiden, echte Testbestellung, dann umschalten. Danach wöchentlich Fehlerberichte, 404-Seiten und Ladezeiten prüfen. Meist sind es fünf bis zehn Adressen, die den Unterschied machen.

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